Freitag, Februar 13, 2026
StartDer Ruf deiner SeeleWie Musik meine Panik unterbricht – als Little Monster

Wie Musik meine Panik unterbricht – als Little Monster

Overthinking und Panikattacken gehören für mich zusammen.
Nicht laut. Nicht plötzlich. Sondern wie ein Kreis, der sich langsam schließt.

Ein Gedanke.
Noch einer.
Dann noch einer.

Und irgendwann ist mein Kopf voller als mein Körper es tragen kann.

Ich kenne diesen Moment sehr genau. Wenn mein Atem flacher wird. Wenn mein Brustkorb enger wird. Wenn mein Herz sich nicht mehr ruhig anfühlt, sondern beobachtet. Und wenn ich merke: Jetzt kippt es.

Früher habe ich versucht, dagegen anzudenken. Ruhiger zu werden. Logischer. Vernünftiger. Doch genau das hat es oft schlimmer gemacht. Weil mein Kopf der Ort war, an dem alles begonnen hat.

Und irgendwann habe ich etwas anderes gebraucht.

Nicht mehr Denken.
Sondern Fühlen.

Für mich ist das Musik geworden.

Nicht irgendeine.
Sondern Lady Gaga.

Ich bin Little Monster. Und das ist kein Fan-Label für mich. Es ist ein emotionaler Raum. Ein Ort, an dem ich mich nicht erklären muss. Ein Ort, an dem Gefühle laut sein dürfen, ohne bewertet zu werden.

Wenn eine Panikattacke beginnt, fühlt sich mein Inneres chaotisch an. Gedanken rasen, Körper reagiert, Kontrolle geht verloren. Musik bringt mir keinen sofortigen Frieden. Aber sie unterbricht den Kreislauf.

Sie setzt einen neuen Reiz.
Einen neuen Takt.
Einen neuen Fokus.

Wenn ich Gaga höre, passiert etwas Eigenartiges. Mein Körper erinnert sich daran, dass er auch anders fühlen kann. Nicht nur eng. Nicht nur ängstlich. Sondern stark. Wild. Verletzlich. Echt.

Manche Songs holen mich runter.
Andere holen mich raus.

Und beides ist richtig.

Ich bin dann nicht mehr nur der Mensch mit der Panik.
Ich bin wieder der Mensch mit einer Geschichte.

Als Little Monster habe ich nie das Gefühl, falsch zu sein. Gaga war für mich immer ein Symbol dafür, dass man sein darf, wie man ist. Mit Chaos. Mit Brüchen. Mit Angst. Mit Stärke. Mit allem.

Und genau das brauche ich in der Panik.

Keine Erklärung.
Keine Kontrolle.
Sondern Erinnerung.

Erinnerung daran, dass ich mehr bin als mein Overthinking.
Mehr als mein Atem.
Mehr als mein Herzschlag.

Musik gibt mir keinen Schalter, der alles beendet. Aber sie gibt mir etwas viel Wertvolleres: Verbindung.

Zu mir.
Zu Emotion.
Zu Identität.

Wenn ich mich auf die Musik konzentriere, verliere ich den Fokus auf die Angst. Nicht komplett. Aber genug, damit der Körper merkt: Es ist nicht alles Gefahr.

Der Rhythmus gibt meinem Atem einen neuen Takt.
Die Stimme gibt meinem Kopf eine andere Richtung.
Die Melodie gibt meinem Inneren Raum.

Und langsam, sehr langsam, öffnet sich der Kreis wieder.

Nicht abrupt.
Nicht perfekt.
Aber spürbar.

Ich habe gelernt: Ich muss meine Panik nicht bekämpfen. Ich darf sie umlenken.

Musik ist für mich keine Ablenkung.
Sie ist ein Anker.

Und Lady Gaga ist für mich kein Star.
Sie ist ein Gefühl von Erlaubnis.

Als Little Monster darf ich fühlen, ohne mich zu schämen.
Darf zittern, ohne schwach zu sein.
Darf atmen, ohne es erklären zu müssen.

Und vielleicht ist genau das der Punkt, an dem Panik langsam leiser wird. Nicht, weil sie verschwindet. Sondern weil sie nicht mehr alleine ist.

Ich bin dann nicht mehr nur im Kopf.
Ich bin wieder im Körper.
Im Klang.
Im Jetzt.

Und jedes Mal, wenn ich merke, dass die Musik mich wieder erreicht, weiß ich: Ich bin noch da. Ich bin noch bei mir. Und ich bin mehr als dieser Moment.

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